Wie wichtig sind Proteine?

"Zu wenig Eiweißzufuhr kann langfristig zu nachlassender Leistungsfähigkeit, einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, Abbau von körpereigenem Eiweiß und Störungen der körperlichen und geistigen Entwicklung in der Wachstumsphase führen."

Besonders bei alten Menschen ist dieser Abbauprozess deutlich sichtbar. Die Zellen und Muskulatur bauen kontinuierlich ab, welches sich dann auch auf das Wohlbefinden ausübt. Dies sollten doch wohl erschreckende Worte sein, oder nicht?

Leider ist diese Problematik noch nicht ganz bei der deutschen Bevölkerung angekommen. Dank des Fitness-Hypes wird dem Thema zwar schon mehr Beachtung geschenkt, allerdings ist trotzdem vielen die Wichtigkeit von Eiweiß in der Ernährung nicht bewusst. Gerade bei sportlichen Aktivitäten ist es nötig darauf zu achten, dass dem Körper genügend Proteine zugeführt werden. Diese sind nämlich die "Hauptbaustoffe" unseres Körpers, sie gehören zu den Grundbausteinen aller Zellen und sind an einer Vielzahl von Stoffwechselvorgänge, wie Muskelaufbau, Hormon- und Blutbildung, beteiligt.

Wenn ihr nicht genau wisst, wie viel Gramm ihr zu Euch nehmt, empfehle ich euch für einen gewissen Zeitraum die Kalorien in eure Ernährung zu zählen. Danach solltet ihr recht schnell ein Gefühl dafür kriegen, ob eure Eiweißzufuhr ausreicht. Ein Wert von 1,5 - 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht ist ein guter Richtwert, wenn ihr intensiv Kraftsport betreibt. Beim "Durchschnittsbürger" sind 0,8 - 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht ausreichend.


Proteine können sowohl in tierischer als auch in pflanzlicher Form dem Körper zugeführt werden. Da ich mich seit Anfang des Jahres rein pflanzlich ernähre kommen für mich nur rein pflanzliche Proteinquellen in Frage. Zum Beispiel Hülsenfrüchte, Linsen, Bohnen, Samen, Nüsse, Pseudogetreide (Quinoa, Amaranth und Buchweizen), sowie Seitan und Soja. Obwohl ich Soja und Seitan so gut wie gar nicht konsumiere. Unfermentierter Soja kann nämlich aufgrund seiner Saponine (Bitterstoffe) und Lektine den Darm reizen und unter anderem auch Blähungen verursachen. Damit musste ich leider schon einige Male Erfahrungen machen, deswegen versuche ich so gut es geht auf Soja zu verzichten. Besonders extrem reagiert habe ich auf die Sojaflocken von Alnatura. Davon lasse ich jetzt die Finger! Aber es gibt auch genügend Gemüse was verhältnismäßig viel Eiweiß enthält, zum Beispiel Spargel und Brokkoli. Es gibt also jede Menge Möglichkeiten mit einer pflanzlichen Ernährung auf sein Proteinbedarf zu kommen!

Wer sich bisher gescheut hat, Proteinpulver zu verwenden und/oder es nicht mit seiner normalen Ernährung schafft seinen Proteinbedarf zu decken, sollte an dieser Stelle noch einmal innehalten und seine bisherige Haltung überdenken. Natürlich ist es grundsätzlich von der Natur vorgesehen und daher am wünschenswertesten, seine Ernährung mit möglichst wenig verarbeiteten Lebensmitteln zu gestalten. Aber wenn es im Alltagsstress mal schnell gehen muss, sind so Proteinpulver sehr praktisch. Vorallem weil man sie in einer kleinen Tupperdose mitnehmen kann! Ich fülle die veganen Eiweißpulver meist in eine dieser Blenderbottle Tupperdöschen und mische es auf der Arbeit mit Wasser im Shaker. Natürlich könnt ihr es auch direkt in den Shaker füllen und mitnehmen!

So genug der vielen Worte. Nehmt ihr Proteinpulver zu euch? Wenn ja, was für welche? Oder gebt ihr gar keinen Wert darauf euch proteinreich zu ernähren? Lasst mir gerne eure Meinund da!

Wenn ihr noch mehr zum Thema Proteine lesen wollt, verweise ich euch an dieser Stelle zu diesem netten Beitrag "Die ewige Protein/Eiweiss Frage!"! - Schaut einfach mal vorbei ;)

Kommentare:

  1. Ich habe mir in 1 1/2 Jahren als Veganerin trotz sehr bewusster Ernährung einen solch gravierenden Eiweissmangel angegessen, dass meine Muskulatur extrem abgebaut hat und ich daran hätte sterben können. Inzwischen esse ich nach fast 20 Jahren als Vegetarierin wieder Fleisch und es geht mir gut. Pflanzliches Eiweiß ist im Vergleich leider minderwertig, es ist fast unmöglich, alle Aminosäuren in ausreichender Menge zu bekommen. Es kommt ja nicht auf die Gesamteiweißmenge an, sondern auf die Aminosäuren.
    Der Vater einer Bekannten ist aufgrund seiner veganen Ernährung kürzlich auf der Intensivstation gelandet, die Mutter ebenfalls im Krankenhaus (nicht ganz so schlimm) - beide Eiweißmangel.

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    1. das tut mir sehr leid für dich, Andrea. allerdings solltest du vorsichtig mit der Verallgemeinerung sein. jeder mensch nimmt diese Stoffe verschieden auf und ich kenne viele veganer, die das seit vielen vielen Jahren durchziehen und denen es sehr gut geht - und ich fahre auch schon ne weile ganz gut ohne Fleisch. ich wünsch deiner Familie und dir nur das beste und danke Amelie für den Post (:

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