Haarpflege: Rosmarin-Rinse

Nach jedem Waschgang sind meine Haare meistens stumpf, rau und leicht angreifbar, die Ursache liegt am warmen Wasser und den Tensiden im Shampoo und der Seife. Damit sich die Schuppenschicht wieder anlegt verwende ich eine Rinse (kommt aus dem englischen und bedeutet „Spülung“, „Ausspülen“). Die Rinse wird nach dem letzten Ausspülen der Haare angewendet. Sie kann, muss aber nicht ausgespült werden. Im Volksmund wird als Rinse ein Spülung auf der Basis von Naturprodukten bezeichnet. Alle anderen Spülungen beruhen auf der Chemiewerkmethode. Die beste Methode ist die Rinse mit kaltem Wasser einzusetzen.

Rinsen lassen sich aus den verschiedensten Naturprodukten leicht selber herstellen. Es gibt verschieden Arten von Rinsen: kalte Rinse, saure Rinse, Essigrinse, Zitronensaftrinse, Zitronensäurerinse, Mineralwasserrinse, Teerinse, Kräuterrinse und süße Rinse. Mehr Informationen findet ihr beim Langhaarwiki

Bisher habe ich nur die Apfelessig- und Zitronensaft-Rinse getestet. Beide sind für mich sehr ergiebig – sie neutralisieren den PH-Wert und schließen die Schuppenschicht der Haare. Außerdem hinterlässt die Rinse einen wunderbaren Glanz. Heute soll es um die Rosmarin-Rinse gehen. Kommen wir zu den Fakten:

Der Rosmarin gehört zur Familie der Lippenblütler. Der Name des immergrünen Halbstrauches leitet sich aus dem Lateinischen ab. So steht “ros” für “Tau” und “marinus” für “des Meeres”. Rosmarin bedeutet also soviel wie “Meertau”. - (Quelle: http://www.kraeuterallerlei.de/rosmarin)

Rosmarin wirkt anregend auf das Gehirn und lindert Kopfschmerzen. Außerdem regt er nicht nur den Appetit, sondern den gesamten Körper an. Er fördert die Magensaftsekretion, entkrampft die Gallenwege, stärkt die Leberfunktion und verbessert Durchblutung und Stoffwechsel. Und er macht fette Speisen bekömmlicher. Sein einziger Nachteil – er ist winterhart. - (Quelle: Buch „Altes Kräuterwissen wieder entdeckt“)

Wirkung auf Kopfhaut und Haar: Rosmarin wirkt durchblutungsfördernd und anregend. Es lindert fettige und gestresste Kopfhaut, sprich zögert das Nachfetten heraus. Es macht wunderbar weich und glänzendes Haar.


Meine Inspiration war die Youtuberin Sarah aka. HolisticHabits. Für die Herstellung habe ich einige Zweige Rosmarin (circa 2-3 Stück) genommen und diese in einem Topf mit Wasser (1/4 Liter) einmal kurz aufkochen lassen. Auf kleiner Stufe durfte alles 20 Minuten lang ziehen. Als die Rinse etwas abgekühlt war, habe ich sie durch ein Sieb geschüttet um die Kräuter vom Wasser zu trennen. Abgefüllt habe ich die Spülung mit einem Trichter in einem Glasgefäß. Beim nächsten Mal Haarewaschen werde ich die Spülung folgendermaßen anwenden: Circa zwei Esslöffel der Rosmarin-Rinse auf 1 Liter kaltem Wasser strecken.

Habt ihr schon mal eine Rinse ausprobiert? Wenn ja, welche? Findet ihr sowas ist mit zu viel Aufwand verbunden? 

Kommentare:

  1. Ich benutze eine saure Rinse mit Apfelessig. Das brauche ich aber auch unbedingt weil ich meine Haare mit Natron "shampooniere". Das ist ja Basisch und deswegen ist es nochmal wichtiger. Ich habe neulich eine Rinse aufgesetzt bei der ich in meinen Apfelessig Lavendelblüten (für den duft), Schwarzen Tee (für mehr farbglanz,ich bin brünette) und Brennessel (soll das Haarwachstum anregen, auch für mehr granz bei dunklen Haaren soregen und ist allgemein gut. Das muss jetzt noch bis Ende August ziehen und dann bin ich mal gespannt was raus kommt.

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    1. Früher habe ich auch nur Apfelessig verwendet, aber das ist mir auf Dauer zu langweilig. Eine Brennnesselspülung wollte ich demnächst auch probieren, bekommt man ja problemlos in der freien Natur. WIe lange lässt du dein Rinsen-Gemisch ziehen? Ich wollte das demnächst auch ausprobieren. Vor einiger Zeit habe ich Apfelessig mit Thymian und Rosmarin aufgesetzt, das kommt bei meiner nächsten Haarwäsche zum Einsatz! :)

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    2. Na ich lass es jetzt denke 5-6 Wochen ziehen. Eigentlich wollte ich erst 8 Wochen aber ich denke das bringt keinen Mehrgewinn. Zu deinem Essig musst du dann unbedingt einen Bericht machen. Wie gesagt ich brauch ja was saures wegen des Natrons. Aber da ich auch lieber etwas dunklere Haare hätte aber nicht färben möchte, da ist mir das Risiko einfach zu groß, habe ich mir halt Schwarzen Tee und Bennsesseln in den Essig gemixt.

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